Ein Dackel für Madonna

„Ich hätte gerne vier Kilo vom Oberschenkel, Bauch und Po. Und geben Sie mir gleich noch die zwei großen Brüste aus der Auslage. Die sehen ja so verlockend aus!“

Wer jetzt glaubt es handelt sich um eine Bestellung beim Metzger täuscht sich leider gewaltig. So in etwa muss es geklungen haben, als sich Brigitte Nielson dazu entschloss in einer RTL Sendung mitzumachen um sich vor laufender Kamera generalüberholen zu lassen.

Um dem ganzen den Ekelfaktor etwas zu nehmen ist der Produktion dann noch was ganz tolles eingefallen. Das leckere alte Blondinenfett wird nämlich für einen guten Zweck versteigert.
Hurra. Darauf hat die Welt noch gewartet. Naja, vielleicht stellt es ja jemand ins MoMa und verkauft es als Kunst. Hat ja schon mal geklappt.
Jetzt sieht „Biggie“ wieder aus wie 30 (zum wievielten Male eigentlich?) und darf wieder erotische Fotos auf St. Tropez machen lassen. Natürlich für RTL. Da kommt doch gleich die Frage in den Sinn, WER wollte eigentlich wieder erotische Fotos von ihr sehen???

Echt putzig anzusehen ist auch, wie Madonna (die jetzt auch schon 50 ist) immer noch mit Hotpants über diesen Planeten hopst und jedem, ob er will oder nicht, ihren Popo entgegen schwingt und dabei lasziv ins Mikro haucht:“If you can handle it, undress me“.
Das war ja in den 90er Jahren noch ganz sexy aber mittlerweile würde sie ihre Platten auch mit langen Hosen verkaufen können. Sollte man meinen.

Das hat ja schon bei Ingrid Steeger genervt, die lange Zeit irgendwie nicht verstanden hat das Sexfilme aus den 70er Jahren zwar lustig, aber keine Form von Kunst oder Kultur sind. Inzwischen heißt es:
“ Ingrid lebt mit ihrem Rauhaardackel Adelaide zurückgezogen in München.“

Warum hat Madonna eigentlich keinen Hund den sie nerven kann?

So wie Paris Hilton, die gleich wusste, da sie selbst null Ausstrahlung besitzt, ist es besser immer einen Minihund dabei zu haben den man in die Kamera halten kann. Dann finden die Zuschauer wenigstens etwas an dem was sie sehen süß. Jetzt ist die aber noch jung! In 30 Jahren wird sie wahrscheinlich immer auf dem Pferd zum roten Teppich reiten um Aufmerksamkeit zu kriegen. Oder vielleicht auf einem Einhorn? Dem letzten?

Ein Video in dem Madonna vollständig angezogen einen Song performed der wirklich mehr Aussage besitzt als „ich bin geiler als alle anderen je sein werden“ wird es wohl nie geben solange es plastische Chirurgen auf diesem Planeten gibt.
So lange wird es nicht nötig sein einfach mal älter zu werden und dazu zu stehen. Dafür schafft sie sich reihenweise eigene und adoptierte Kinder an um eine „vollständige“ Frau in allen Lebenslagen zu sein, und sieht wahrscheinlich in 10 Jahren jünger aus als ihre Tochter.

Aber vielleicht findet sich ja mal ein barmherziger Ritter der ihr einen Dackel schenkt.

Ich glaube das werde ich meiner Liste für den Weihnachtsmann hinzufügen!

Veröffentlicht in:  on Juli 28, 2008 at 18:42 Kommentare (2)

Von Würsten und Stimmbändern

Neues aus dem Pendlerzug.

Eigentlich ist es morgens um 7 noch viel zu früh für ein kleines Gehirn um Eindrücke aufzunehmen. Aber ich kann nicht anders.
Es sind ca. 25 Grad (was in etwa gefühlten 45 Grad entspricht).
Der mehr als baufällige Bahnsteig neigt sich voller arbeitswütiger Pendler Richtung einfahrendem Zug.
Niemand spricht.
Es scheint als sei es ein absolutes NoGo die Illusion eines ruhigen Morgens zu zerstören.
Aber dann…..
Er rollt langsam ein……
Der knuffige Pendlerzug.
Überfüllt von Leuten die schlauerweise einen Bahnhof früher zusteigen können.
Sie grinsen einem aus ungeputzten Fenster entgegen, und schon hat man irgendwie Schuldgefühle. Jetzt wo wir hier alle so arbeitswütig einsteigen zerstören wir quasi die Ruhe einer gemächlichen Bahnfahrt über Land.

Alles noch zu verkraften.

Dann….erstmal ohne dabei wie ein Idiot auszusehen versuchen die Türen aus dem letzten Jahrtausend möglichst geschmeidig zu öffnen. (Wobei mir einfällt: ein netter Mitpendler hat sich schonmal so voller Elan in die Türen gehängt, dass es ihn voll auf die Fresse gepackt hat. Aber man darf dann nicht lachen. So gehört sich das unter Pendlern)
Reingehen. Wie ein Profi aussehen.
Profis erkennt man übrigens überwiegend daran, dass sie entweder eine Tageszeitung unter dem Arm geklemmt haben, oder dass sie unentwegt in ihr Handy quatschen um vor der anstrengenden Bahnfahrt (von geschätzten 20 Minuten) noch mal klar zu stellen wo der Hammer hängt.
Platz suchen.
Ganz gewiefte Menschlein legen ja immer eine Tasche neben sich um auf keinen Fall den Eindruck zu erwecken der Platz neben ihnen wäre noch frei. Darauf also besonders achten! Und: trotzdem hinsetzen. So als kleiner Triumpf für den Tag sozusagen.
Was an diesem Morgen besonders schön anzusehen war:
Mir gegenüber saß ein häuflein Mensch das nur aus Haaren und wallender Kleidung zu bestehen schien. Also ganz klar: sehr schwer nicht hinzusehen. Und das ist SO anstrengend.
Der Zug holpert so vor sich hin. Man denkt: „Prima. Jetzt Gedanken schweifen lassen und möglichst nicht an den Zielort und seinen Erwartungen denken“. Denkste!
Die Dame mir gegenüber die nur aus Haaren besteht packt erstmal ihre Frühstücksbifi aus….! Ach wie nett! Nicht nur wegen der schmatzenden Geräusche die beim Verzehr einer Fabrikwurst unverzichtbar sind, sondern auch wegen des Brechreiz erzeugenden Geruchs der sich breit macht.
Trotzdem: Immer Profi bleiben. Immerhin bezahlt man für die tägliche Fahrt pro Jahr die Raten für einen Kleinwagen ab. Aber hätte ich den Kleinwagen: wo bliebe dann der Spaß?

Auf dem nächsten Bahnhof steigt dann ein Mann ein dessen Gattung ich gerne als „Stimmbandgeprüft“ beschreiben würde. Er ist natürlich in Begleitung einer Arbeitskollegin die dann wohl da durch muss (so wie der Rest des Wagons). Er übertönt sogar die schmatzend stinkenden BiFi Frau mit der Feststellung „Ach herrje, da ist ja alles voll sonst. Na dann setz du dich da mal hin und ich bleib stehen“. Ok, dass klingt jetzt weniger dramatisch.Eher ritterlich.

Aber: so bleibt es natürlich nicht. Denn kaum das Monsieur Stimmband gemerkt hat, dass er der einzige ist der redet wiederholt er die ganze Fahrt über einen Satz: „Jaaaa, ich hab ja ein Bahnabo für den Stehplatz gebucht. hö. hö. hö.“ Ohne scheiß. Er sagt wirklich: “ Hö. Hö.Hö“!
Sobald ein neuer verirrter verwirrter Pendler auch nur in die Nähe des Wagons kommt wird der Satz wiederholt. Auch obwohl das Lächeln seiner Kollegin bereits maskenhafte Züge angenommen hat. Da muss sie, wie bereits erwähnt, eben einfach durch.
Die letzten Stationen meiner Bahnfahrt verliefen entsprechend. Madame BiFi hat deren selbst DREI in sich hineinstopft und kann bestimmt abends gut schlafen, und Monsieur Stimmband hat SEINEN Satz gefunden.
Ich wette er steht noch immer in einem verwaisten Zug und sagt ihn vor sich hin. Alleine um alle anderen Lügen zu strafen.
Und Madame BiFi kommt Morgen vielleicht mit einem echten Frühstück angerollt um mit uns zu rollen. Vielleicht Instant Nudeln?
Pendler habens einfach nicht leicht!

Veröffentlicht in:  on Juni 2, 2008 at 21:04 Kommentar schreiben

EuroVisionSongContest

Eine Farce!

Viel mehr Worte benötigt es eigentlich nicht um einen von Russland gekauften Sieg zu beschreiben auf den man sage und schreibe drei Stunden warten muss. Schlimm genug, dass die No Angels nicht mit dem Motto „No Angels-No Points“ ihren verdienten letzten Platz belegt haben, nein, man muss sich schwedische Aliens ansehen die mehr Wert auf Botox als auf Qualität legen und zudem waren mindestens drei Frauen am Start die eigentlich genau gleich aussahen und dasselbe Lied performed haben!

Und noch was: eigentlich hätten Frankreich und Spanien die ganzen Spacken um Längen schlagen müssen!!!

So. Fürs erste. Wir rächen uns bei der EM :)

Veröffentlicht in:  on Mai 24, 2008 at 22:30 Kommentare (1)